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Die praktische Anwendung des Korsetts

Quelle unbekannt

Das Tragen eines Korsetts schafft eine schlanke Figur, und zwar in dem Maße, wie es von der Trägerin gewünscht wird. Diese Schlankheit kann man recht leicht erlangen, indem man das Mieder entsprechend eng zusammenschnürt. Man kann also getrost auf zum Teil gefährliche und fast immer nutzlose Diätmaßnahmen verzichten. Wenn man das Korsett ablegt, dann sind seine akuten Auswirkungen verschwunden, so als ob sie nie existiert haben. Aber auch für jemanden, der auf Dauer schlanker sein möchte, ist das Korsett von Nutzen. Hierfür muß aber die Tragedauer gesteigert werden. Durch den lange anhaltenden, relativ hohen Druck, der durch die Anwendung des Korsetts entsteht, stellt sich mit der Zeit eine natürliche Schlankheit ein; die Taille wird in die entsprechende Form gebracht. Der Körper paßt sich in seiner äußeren Form also der durch das Mieder vorgegebenen an.

Durch langes Tragen eines engen Mieders kommt noch eine andere positive Wirkung zum Vorschein: Durch den Druck wird der Magen-Darm-Trakt zusammengepreßt, in seinem Volumen also verkleinert. Als Folge davon tritt kaum ein Hungergefühl auf, da sich ja keine Hohlräume bilden können. Somit unterstützt ein Korsett auch eine normale Schlankheitskur.

Wer ein Korsett anwenden möchte, sollte sich erst über einiges klar werden. Durch das Tragen wird die Beweglichkeit zum Teil eingeschränkt und Behinderungen beim Bücken oder Laufen müssen in Kauf genommen werden. Wie soll man nun beginnen, wenn man ein Korsett tragen möchte? Am Anfang steht die Anschaffung. Dabei sollte man darauf achten sich ein Mieder zu besorgen, das erstens stabil gebaut ist (denn beim Schnüren treten erhebliche Kräfte auf), und das zweitens bei maximaler Zuschnürung auch die gewünschte Taillenweite erzeugt. Ein weiterer Punkt ist die Schnürung: Wollen Sie ein Mieder mit Vorder- oder Rückenschnürung, oder vielleicht eines mit beidem? Vorderschnürung bietet sich an, wenn Sie sich oft selber schnüren müssen. Allerdings sind damit nicht die schmalsten Taillen möglich, denn je enger man geschnürt ist, desto schlechter kann man weiter zuschnüren.

Wenn Sie jemanden zur Hilfe haben, und extreme Taillenweiten erreichen wollen, so ist das Korsett mit Rückenschnürung für Sie genau richtig. Die Hilfsperson kann die gesamte Schnürkraft des Mieders ausnutzen und so Taillenweiten erreichen, die zum Teil weit unter denen bei Vorderschnürung liegen. Der Nachteil ist, das man eben auf eine Hilfsperson angewiesen ist. Beim Zuschnüren ist das oft nicht so tragisch, aber wenn man das Mieder schon lange getragen hat und es nicht mehr aushält, weil man es so eng schnüren ließ, wie irgend möglich, und wenn man dann niemanden zum Aufschnüren hat, so ist man schlecht dran, denn durch die Versteifungen und die starke Einschnürung ist man am Aufschnüren gehindert. In einem solchen Fall muß man wohl oder übel das Eingeschnürtsein solange ertragen, bis man befreit wird. Die Vorteile beider vorgestellter Arten bietet das Mieder mit zwei Schnürungen. Hierbei besteht jedoch der Nachteil, das man eine gewisse Unbequemlichkeit in Kauf nehmen muß, da zwei Schnürungen auch mehr Versteifungen erfordern. Wägen Sie also gut ab.

Doch nun zur Praxis: Zunächst ziehen Sie am besten ein Unterhemd an, damit die Schnüre des Mieders nicht auf der Haut gleiten. Eine Alternative wäre das Tragen eines Korseletts , was den Vorteil hat, das es sehr gut anliegt. Nun streifen Sie das Korsett über die Hüften, oder Sie legen es sich um die Taille und haken es dann zu. Falls Sie zweiteres tun, also ein Korsett mit Planchettes haben, haben Sie einen Vorteil: Sie können die Schnürung besser ausnutzen, denn Sie brauchen nicht Schnur zuzugeben, um das Korsett über die Hüfte zu streifen.

Das Mieder sollte von unten nach oben geschnürt sein, das heißt, die Schnurenden sollten oben heraushängen. Diese Orientierung der Schnürung ist besonders wichtig, denn nur wenn der Bauchraum und der Brustkorb von unten nach oben fortlaufend verengt werden, kann die charakteristisch modellierte Korsett-Figur entstehen. Nun ziehen Sie die Schnürung so leicht an, daß das Mieder gerade anliegt. Dieser Schritt kann entfallen, falls Sie Ihr Korsett zugehakt haben, denn dann können Sie ja schon durch das Zuhaken eine gewisse Vorspannung erzielen. Nun können Sie es ausrichten, so daß es richtig sitzt. Achten Sie darauf, daß die Schnürung gleichmäßig liegt und keine Unregelmäßigkeiten auftreten.

Jetzt geht es los. Sie ziehen die Schnürung von unten beginnend, langsam fester, und zwar bei jedem Durchgang nur sehr wenig. Es sollte immer bis oben durchgeschnürt werden, damit das Korsett sich gleichmäßig zusammenzieht. Nach einigen ''Schnürdurchgängen'' werden Sie langsam die Enge des Mieders spüren. Ihre Atmung wird schneller, denn die Lungen haben jetzt weniger Platz, da ein Teil der anderen Eingeweide in den Brustkorb gedrängt wird, denn sie können ja nicht nach unten ausweichen, weil der Unterleib auch geschnürt wird. Außerdem wird der Brustkorb in seiner unteren Hälfte auch recht stark zusammengepreßt. Dies hat einen außerordentlich günstigen Nebeneffekt: Der obere Brustkorb quillt auf, vergrößert sich also, und dadurch scheinen die Brüste ebenfalls größer. Wenn Sie also das Stadium des schnelleren Atmens erreicht haben, sollten Sie eine Pause von ca. 20 Minuten machen, damit sich Ihr Körper an die veränderte Situation gewöhnen kann. Nach einiger Zeit merken Sie, daß Sie wieder ruhiger atmen, und Sie sich auch besser fühlen. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie wieder mit dem Engerschnüren fortfahren, bis Sie wieder Atemnot bekommen, dies wird sich nun schon schneller einstellen. Nach diesem Schema fahren Sie nun fort, bis Sie die gewünschte Taillenweite erreicht haben.

Stecken Sie sich für die ersten Versuche keine zu hohen Ziele, denn wenn Sie sich ungeübt zu eng schnüren, kann es leicht passieren, daß Sie in Ohnmacht fallen. Wenn Ihre Taille nun wespenhaft schmal ist, so können Sie sich wie gewohnt anziehen, nun auch sehr taillenbetont, und Ihrer normalen Arbeit nachgehen. Sie sollten aber Anstrengungen vermeiden, denn sie werden merken, daß Sie keinen langen Atem haben. Aber ein Korsett trägt man ja nicht bei Schwerarbeit. Für die ersten Anwendungen ist es empfehlenswert, das Schnürmieder solange und so fest geschnürt wie möglich zu tragen und auch eine nächtliche Anwendung ins Auge zu fassen, da nur so der Körper daran gewöhnt werden kann. Aller Anfang ist schwer! Wenn Sie es aber einmal ein bis zwei Monate getragen haben, werden Sie kaum mehr Beschwerden haben und sich an die unvermeidlichen Behinderungen gewöhnt haben, ja Sie werden die schlankmachende Wirkung Ihres Schnürmieders nicht mehr missen wollen.


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