Darf ich Ihnen an dieser Stelle ein Geheimnis verraten, das ich meinen Kundinnen empfohlen habe und das sie in die Lage versetzt, die bewundernswertesten Taillen zu haben: Das Schnüren sollte wegen der Entspannung der Muskulatur nur im Liegen vorgenommen werden. Meinen Kundinnen, die sehr enge Taillen wünschten, habe ich die neuen Korsetts stets im Liegen anprobiert. Dazu habe ich eine sog. Schnürbank bauen lassen. Viele meiner Kundinnen waren so entzückt von dieser Einrichtung, daß sie sofort eine solche Bank sich haben anfertigen lassen. Die ganze Prozedur auf einer solchen Bank ist so unvergleichlich angenehmer als in jeder anderen Lage. Es handelt sich um eine etwa 2,0 bis 2,5 m (je nach Größe) lange, gepolsterte Bank, die auf der einen Schmalseite mit einem Handgriff versehen ist und davor eine Vertiefung in der Polsterung hat. Wenn die Dame das Korsett zugehakt hat, werden die Bänder leicht angezogen, bis es am Körper anliegt und sie spürt, daß die engste Stelle des Korsetts richtig in der Taille sitzt. Dann legt sich die Dame mit dem Bauch so auf die Bank, daß der Busen in der Vertiefung der Polsterung liegt. Mit den Händen ergreift sie den Griff an der Schmalseite, ohne den Körper anzuspannen. Durch das Strecken der Arme wird der Leib in der Taille abgeflacht und der Busen nach vorn verlagert. Nach Beendigung dieser Vorbereitungen kann das eigentliche Schnüren beginnen. Es wird dies am Besten von zwei Personen besorgt. Die beiden Hilfen stellen sich rechts und links der Bank auf und ergreifen die Schnürbänder, wobei zu beachten ist, daß das rechte Band von links und das linke Band von rechts gezogen wird. Mit der beschriebenen Methode werden auch die letzten 2-3 cm zur idealen Taille, die oft so schwer zu erreichen sind, spielend geschnürt. Viele meiner Kundinnen haben sich, nachdem sie die Schnürbank angeschafft hatten, ihre Korsetts um Zentimeter enger machen lassen, da sie ohne Beschwerden die Taille um so viel enger tragen konnten. Aber auch der Busen erhält eine vollere Form, da er nicht mehr nach oben gepreßt werden muß, sondern in seiner auf der Bank eingenommenen natürlichen Lage nur noch gestützt zu werden braucht.
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